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Pressemitteilung

 

 

 

11. Logistics Forum Duisburg eröffnet


 

Duisburg.  Das 11. Logistics Forum Duisburg wurde am frühen Abend in der Mercatorhalle von Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der duisport  Duisburger Hafen AG und Mitglied des Beirats der BVL, Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und Adolf Sauerland, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, eröffnet. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung verlieh die Bundesvereinigung Logistik (BVL) den Logistics Service Award.

Die Auszeichnung der BVL für herausragende und innovative Logistikdienstleistungen geht in diesem Jahr an die bauserve GmbH in Frankfurt, einen Spezialisten für Baulogistik. Das Unternehmen wird ausgezeichnet für das in der Praxis umgesetzte Modell eines eigenständigen Dienstleistungsgewerkes für Großbaustellen, das am Beispiel des Bauprojektes „PalaisQuartier“ in Frankfurt am Main dargestellt wird. Die Einreichung von bauserve erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, der MAB Development Deutschland GmbH, Frankfurt, die das Bauprojekt entwickelte und realisierte. Den Logistics Service Award nahm bauserve-Geschäftsführer Andreas Goetz entgegen. Laudator war der Juryvorsitzende Prof. em. Peter Klaus.

Das Projekt und die Aufgabenstellung

Die Eckpunkte des Projektes: Das PalaisQuartier stellt mit dem Shopping-Center MyZeil, dem benachbarten Büroturm, dem Jumeirah Frankfurt Hotel und dem nach historischem Vorbild wiedererrichteten Thurn und Taxis Palais eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte Europas dar. Das Projekt „PalaisQuartier“ wurde von neun jeweils mit Teilprojekten betrauten Generalunternehmern mit insgesamt 840 Firmen – einschließlich des Mieterausbaus – realisiert. Für die in den letzten drei Monaten täglich über 3.000 Beschäftigten auf der Baustelle waren Tag für Tag bis zu 190 Lkw zu steuern und bis zu 300 Kubikmeter Abfall zu entsorgen.

Ausgangspunkt für das ausgezeichnete Projekt war es, durch den Einsatz von Logistiksystemen im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes die in Bauprozessen reichlich vorhandenen Produktivitätspotenziale zu heben.

Traditionell ist der Ablauf auf Großbaustellen dadurch gekennzeichnet, dass sich die vielen am Projekt beteiligten Einzelfirmen die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit bei Arbeitsbeginn selbst schaffen müssen, d. h. jedes Unternehmen kümmert sich selbst um die Versorgung und Entsorgung der Baustelle, soweit es seinen Auftrag betrifft. Durch die strikte Trennung von Planung und Ausführung sowie unzureichende Koordination und fehlenden Einsatz von Logistiksystemen kommt es in der Regel zu signifikanten Produktivitätsverlusten durch Aufräumen und Umräumen, Materialsuche, störungsbedingte Unterbrechungen, zusätzliche Wege und Transporte. Dies alles bildet das Optimierungsfeld baulogistischer Maßnahmen.

Leistungen der Baulogistik

Im Gegensatz dazu ist es Aufgabe der Baulogistik, die auf einer Baustelle anfallenden logistischen Leistungen der ausführenden Firmen gebündelt zu planen, zu steuern und zu unterstützen. Damit ist die Reorganisation bekannter Abläufe, logistische Optimierung und effiziente Gestaltung des Gesamtprozesses verbunden. Auf diese Weise tritt die Baulogistik gleichberechtigt neben die vertrauten Funktionen der Projektsteuerung und der Bauleitung.

Der Bauherr nahm bauserve als Logistikplaner in die Planungsgruppe des Bauvorhabens auf, um den logistischen Anforderungen der ausführenden Gewerke frühzeitig Rechnung zu tragen. Mit diesem innovativen Ansatz, der von vertrauensvoller Zusammenarbeit geprägt war, wurde die Effizienz der Bauausführung erhöht. Die Aufgabe von bauserve bei der Bauausführung waren die operative Ver- und Entsorgungslogistik sowie die Baustellenbewachung. Ein für alle ausführenden Unternehmen verbindliches Logistikhandbuch bildete schließlich die Grundlage für die vertragliche Einbindung der Firmen in das ganzheitliche Logistikkonzept der Gesamtbaustelle und die Durchsetzung der Verfahren. Durch diese ganzheitliche Sicht auf die gesamte Baustelle gelang es bauserve, die Schnittstellen innerhalb des Projektes zu reduzieren und den Bedarf an logistischer Infrastruktur zu minimieren.

Einige der realisierten Ergebnisse des Logistikkonzeptes von bauserve: 

  •  Einsparungen bei den Kosten der Baustelleneinrichtung durch übergeordnete Logistikplanung in Höhe von 1,5 Millionen Euro

  • Reduzierung der Kosten für Transportaufwand und Wartezeiten durch gezielte Steuerung aller Transporte um 2,3 Millionen Euro

  • Reduzierung der Bauzeit um insgesamt 2 Monate durch Berücksichtigung logistischer Optimierungen im Bauablauf

  • Reduzierung des Nachtragsvolumens um 3 Prozent durch Senkung der Reibungsverluste zwischen den ausführenden Parteien

  • Senkung der Entsorgungskosten auf der Baustelle um über 1,25 Millionen Euro aus dem Einsatz des Entsorgungssystems rolco®

  • Verminderung der Emissionen durch gleichmäßige zeitliche Verteilung des Baustellenverkehrs und Stauvermeidung

Das Urteil der Jury

Die wesentlichen Kriterien für die Beurteilung der eingereichten Projekte durch die Jury sind:

  • der Innovationsgrad der erbrachten Dienstleistung

  • der Grad der Einbeziehung und der Interaktion zwischen Kunden und Dienstleister

  • das Ausmaß der erzielten Erfolge, deren Messbarkeit und Nachvollziehbarkeit

„bauserve geht mit seinen baulogistischen Leistungen auf einem innovativen Weg, der in die Zeit passt“, so der Juryvorsitzende Prof. Peter Klaus. Er unterstrich die höchst sinnvolle, aber in dieser Ausprägung noch ungewöhnliche und von Vertrauen geprägte Einbindung der Baulogistik in das Gesamtprojekt. „Die Bauzeitenverkürzung, die Kostenreduzierung und die Entlastungen der Umwelt hinsichtlich Lärm und Abgasentwicklung belegen die positiven Wirkungen.“

Hintergrund zu bauserve und MAB Development

Die bauserve GmbH wurde im Jahr 2000 gegründet und  ist ein expandierendes Unternehmen mit heute 53 Mitarbeitern. Das Unternehmen erzielte 2009 einen Umsatz von 16 Millionen Euro. Der Firmensitz ist Frankfurt. Tätig ist bauserve in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland.

Projektbeispiele sind neben dem PalaisQuartier in Frankfurt das Überseequartier Nordteil in der Hamburger Hafencity, der Limbecker Platz in Essen, der Neubau der ADAC-Zentrale in München oder das UNIQA PS1 in der Wiener Innenstadt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Logistikplanung, die Steuerung der Versorgungs- und Entsorgungslogistik, die Baustellenbewachung und Zugangskontrolle sowie die Sicherheits- und Gesundheitskoordination.

MAB Development ist einer der führenden europäischen Entwickler von kommerziellen Immobilien. Das Unternehmen gehört zur Rabo Real Estate Group mit Hauptsitz in den Niederlanden und Niederlassungen in Deutschland und Frankreich. MAB zeichnet sich durch die Konzeption und Umsetzung von innovativen Projekten in innerstädtischen Lagen aus. Auf der Basis spezifischer Marktkenntnisse und Erfahrungen entwickelt MAB wegweisende Objekte, die Arbeit, Wohnen, Freizeit und Shopping verbinden. Die Kunden und Nutzer und deren Bedürfnisse stehen bei MAB im Fokus.

Das PalaisQuartier ist eine gemeinsame Projektentwicklung von MAB Development Group B.V. und Meyer Bergman Ltd. und wird über die PalaisQuartier GmbH & Co. KG als Projektgesellschaft von der MAB Development Deutschland GmbH realisiert.

Das 11. Logistics Forum Duisburg wird am morgigen Donnerstag fortgesetzt.  

Rückfragen an:

Ulrike Grünrock-Kern
Bundesvereinigung Logistik e. V.; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0421 173 84 21
Mail: gruenrock-kern@bvl.de
web: www.bvl.de

Dipl.-Ing. Dirk Griep
bauserve GmbH, Geschäftsführer
Tel: 069 25 53 88 33 00
Mail: dirk.griep@bauserve.net

Die 1978 gegründete Bundesvereinigung Logistik (BVL)  e.V. ist eine gemeinnützige, neutrale und überwiegend ehrenamtliche Organisation. Als Plattform für Manager der Logistik bildet sie mit heute rund 9.500  Mitgliedern eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und ist Podium für den nationalen und internationalen Gedankenaustausch zwischen Führungskräften.

 

 

 

 

 

            

 

 
       
 
 
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